ei einem kleinen Spaziergang von Sanur nach Ubud wurde uns
bewußt,
wie klein die Distanzen auf Bali waren. So entschlossen wir uns,
die Insel zu Fuß zu erkunden. Gleich am folgenden Tag packten wir unsere
Rucksäcke und brachen zur nördlichen Küste auf.
Kaum daß wir den Trubel des Touristenzentrums hinter uns gelassen hatten, entfaltete sich der wirkliche Charme der Insel. Reisfelder bedeckten das hügelige Land und großen Kokuspalmen säumten die Straße. Bananenstauden wucherten wie Unkraut an den Hängen der Berge. Die kleinen Yukkapalmen, die sich unsereins ins Wohnzimmer als niedliche Zierpflanze stellt, erreichten hier mehrere Meter Höhe.
Oft wartete schon nach einer halben Stunde Fußmarsch durch die balinesischen Felder ein Warung, eine Art Kiosk oder kleiner Laden, mit einer manchmal nicht ganz so kühlen aber erfrischenden Cola auf uns. Dort hatten wir Zeit für ein Schwätzchen mit den gastfreundlichen Balinesen. Die meisten konnten sich auf Englisch verständigen. Wenn nicht, griff man eben auf Hände und Füße zurück. Auf irgendeine Art klappte die Verständigung immer.
Da wo keine Hotels zu finden waren, öffneten uns die Menschen gastfreundlich ihre heimischen Pforten. Sie nutzten gerne die Gelegenheit, ein wenig den Duft der Fremde zu schnuppern. Selbst verließen die Balinesen ihre Heimat in der Regel nur selten. Wo konnte es schöner sein, als auf Bali?
In Penelokan, was schöne Aussicht bedeutet, quartierten wir uns in ein Hotel am Rande der Caldera des Vulkans Batur ein. Der Name des Ortes hielt, was er versprach. Am nächsten Morgen genossen wir eine herrliche klare Aussicht auf den Batur und seine beeindruckende Kaldera. An die Geröllfelder des Vulkans schmiegte sich ein in der Sonne glitzernder See. Wenige Minuten später zog wieder Nebel auf und verschleierte die Spitze des Gunung Batur. Es heißt bei den Balinesen, wer ihn bei klarer Sicht erblickt, dem sind die Götter wohlgesonnen.
Von diesem guten Omen geleitet, brachen wir auf, um die Batur-Kaldera zu Fuß zu durchqueren. Wir kletterten durch die schroffe Hügellandschaft, die aussah, als hätte ein Riese mit Felsbrocken um sich geworfen. Mit der Zeit war Gras und Moos über das Gestein gewachsen, man mußte Acht geben, daß man nicht ausrutschte.
Nachdem wir die nördliche Kalderawand hinaufgestiegen waren, kamen wir in Gebiete, in die sich wohl selten ein Weißer verirrt hatte. Wir passierten ein kleines Dorf, wo wir einer Gruppe Schulkindern begegneten. Als sie uns erblickten, stoben sie aufgeregt und laut schreiend auseinander.
Als wir die nördliche Küste erreicht hatten, genossen wir noch einmal alle Vorzüge der balinesischen Gastfreundschaft. Neben dem guten Essen, der magischen Kunst und der schönen Natur, können sich besonders Frauen an dem freundlichen Wesen der Menschen dieses Landes erfreuen.
Indonesien ist unserer Meinung nach ein gutes Einstiegsland für Leute, die noch nie in Asien waren. Wir haben Java und Bali besucht. Eigentlich hatten wir mehr Inseln eingeplant, doch in Bali klebten wir dann fest. Bali ist eine wunderschöne Urlaubsinsel. Die Luft- und Wassertemperaturen bewegten sich während unseres Aufenthalts um 30 Grad.
Es gibt eine sehr leckere und gemüsereiche Küche. In Restaurants wird meistens erst dann mit dem Kochen angefangen, wenn die Gäste gewählt haben. Die Landschaft ist tropisch und wird von Reisfeldern, Palmen und Stauden, zum Beispiel mit Bananen, bestimmt. Vulkankrater ragen vielerorts empor.
Die Menschen sind freundlich und zurückhaltend. Es gibt vielerlei exotische Früchte wie Salaks, Durian, Bananen mit Kernen, Riesenpapayas, saftige Mangos und Jackfrucht.
Die Kultur Indonesiens ist vielfältig. Bali hat seinen hinduistische Religion bis heute erhalten. Doch auch auf dem moslemischen Java finden hinduistische Tanzvorstellungen, wie z.B. das Ramayama-Balett statt. Neben der Gamelan-Musik, den traditionellen Hahnenkämpfen, dem Tanztheater und dem Schattenspiel gibt es herrliche hinduistische Tempel zu besichtigen.
Radfahren und Wandern: kann man auf beiden Inseln gut, vor allem auf Bali.
Mit der Fähre in Gilimanuk angelegt, dem dem Bus weiter die südliche küstennahe Straße nach Selamadek und Denpasar. Von dort mit dem Taxi über Seitenstraßen nach Ubud. Ausflüge in die Umgebung, darunter auch zum Strand von Sanur.
Von Ubud zu Fuß nach Tegalalang, weiter nördlich nach Penelokan. Entlang des Batursees durch die Baturkaldera. Über Blandingan auf den Kalderarand, hinunter nach Tembok zur Küstenstraße.
Mit dem Bus nach Sambirenteng, Air Sanih, S-Pabeanbuleleng und Lowina. Dann über die Hauptstraße nach
Süden über Baturiti, Denpasar bis Kuta
zum Flughafen.