Reiseseitenübersicht


 

Seit vielen Jahren reisen wir herum, meist zusammen manchmal allein. Am liebsten nehmen wir dafür das Fahrrad mit, weil es uns die größte Unabhängigkeit bei Reisen verschafft und die intensivsten Erlebnisse bereitet.

Hier unsere Reisen nach Jahren geordnet:

1993    Norwegen, Schweden
1994    Polen, Südschweden
1995    Java, Bali
1996    Mallorca, Lanzarote, Fuerteventura
1997    Norwegen, Finnland, Schweden
1998    Portugal, Rajasthan
2002    Schottland, Island, Türkei
ab 2004    Mit dem Fahrrad um die Welt

Wir interessieren uns sowohl für die Natur, als auch für die Kultur und die Menschen. In Norwegen, Schweden und Finnland kann man Natur pur erleben. Gerade der Norden dieser Länder ist sehr gut geeignet, wenn man noch kaum Erfahrungen mit Reiseradeln hat. Schöne Zeltplätze findet man überall, auf den Straßen kommen nur alle paar Stunden mal Autos vorbei. Im Sommer gibt es Mitternachtssonne. Außerdem braucht man um seine Sicherheit kaum besorgt zu sein, Kriminalität, Raubüberfälle sind mir aus Lappland nicht bekannt.

Rajasthan ist dagegen schon eine kleine Herausforderung für Reiseradler. Zelten würde ich da nicht empfehlen, nicht so sehr wegen der Sicherheit, sondern wegen der Neugierde der Inder. Sobald man dort entdeckt wird, und Indien ist ein stark bevölkertes Land, bleibt man erstmal nicht mehr allein. Außerdem sind Hotels sehr preisgünstig, allerdings in der Regel auch nicht sehr sauber. Die Menschen sind sehr friedlich und freundlich. An kulturellen Sehenswürdigkeiten gibt es in Rajasthan so viel, daß man kaum zum Fahren kommt. Wir wollten eigentlich noch in den Süden von Rajasthan, aber es gab unterwegs so viel zu sehen, daß wir die Reise abkürzten.

Bei Portugal habe ich mich nach langer Zeit wieder zu einem Pauschalurlaub hinreißen lassen. Glücklicherweise waren es nur 10 Tage, die allerdings langsam vorbeigingen. Wenn ich mein Rad nicht mitgenommen hätte, was mit den Vorstellungen des Reiseveranstalters vorort überhaupt nicht in Einklang stand, hätte ich mich wahrscheinlich zu Tode gelangweilt. So konnte ich wenigstens ein paar Ausflüge in die Umgebung machen und mich vom Strand und den Touristenbunkern fortbewegen.

Als wir nach Mallorca fliegen wollten, waren wir erst mal erstaunt über die vielen Fahrräder, die am Flughafen herumstanden. Gottseidank sahen wir dann auf der Insel nicht so viele davon, nur wenn wir auf den Hauptverkehrsstraße fuhren. Da überholten uns auch richtig professionell aussehende Rennfahrer. Abgesehen von den überfüllten Touristenstränden und -orten kann man die Insel durchaus als sehr angenehm empfinden.

Nach Lanzarote und Fuerteventura fahren nur Leute, die die Trockenheit lieben. Auf Lanzarote wächst kein Grashalm, nur ein paar verkrüppelte Kakteen. Fuerteventura ist ein großer Sandkasten, die Insel gibt einen Vorgeschmack auf die große Wüste des Festlands, die sich über denselben Breitengrad erstreckt. Im Sommer ist es sehr heiß. Im Gegensatz zu Java und Bali ist die Luftfeuchtigkeit sehr gering. Dadurch wirkt die Hitze viel intensiver.

Java und Bali sind wunderschöne tropische Reiseinseln. Wir haben bedauert, unsere Räder nicht bei uns zu haben. Busfahren auf Java ist etwas für Lebensmüde, obwohl die offiziell moslemischen Javaner nicht an die Reinkarnation glauben. Die Überholmanöver, die man dort erleben kann, sind wirklich Grauen erregend, da fährt man mit dem Zug schon sicherer.

Polen ist zwar nicht soweit entfernt von Deutschland wie Java, ist aber dafür daß es ein Nachbarland ist, ungewöhnlich exotisch. Schon die Sprache wirkt sehr fremd, sie ist weder mit Russisch noch mit Deutsch besonders verwandt. Es ist für Westeuropäer nicht einfach, sich in Polen zu verständigen, da auf den Schulen bis zu dem Mauerfall hauptsächlich Russisch gelehrt wurde. Was mir an Polen gefällt, das sind die vielen naturbelassenen Landstriche, die man hier bei uns kaum noch findet.

Im Mai 2002 waren wir in Schottland. Ein wunderschönes Land. Sehr gebirgig und sehr abwechslungsreich, obwohl es nur so klein ist. Überall auf den Wiesen tummeln sich vor allem weiße Schafe. Im Mai hatten sie gerade junge süß aussehende Lämmchen. Im Mai blühten in den Wäldern unzählige Blumen, Azaleen und die Goldlacksträuche verbreiteten einen betörenden Kokosduft der uns sehr oft bei Radfahren auf der Straße begleitete .

Roland und ich wohnen seit über 20 Jahren in Köln. Während ich Sprachen studiert habe, kommt Roland aus dem naturwissenschaftlichen Bereich. Das Reisen, speziell mit dem Fahrrad, ist eins unserer gemeinsamen Hobbies. Unser Geld verdienen wir durch Aufträge im Edv- insbesondere im Internetbereich.

Zur Zeit reisen wir mit dem Fahrrad um die Welt.  

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